KFZ-Technik Lauermann
Information
Die Autobatterie hat die Funktion eines chemischen Energiespeichers im Autostromnetz. Sie muss bei modernen Fahrzeugen sehr hohe Leistungen bringen und gerade Dieselmotoren benötigen zum Kaltstart bei niedrigen Temperaturen sehr hohen Strom.

In den meisten Fällen ist eine Autobatterie ein Blei-Schwefel-Akkumulator, dessen Hauptaufgabe darin besteht, den elektrischen Strom für den Anlasser und das Bordnetz bei stehendem Verbrennungsmotor und damit stehender Lichtmaschine zu liefern. Daher wird sie auch oft als Starterbatterie bezeichnet.

Falls die Batterie über keine ausreichende Kapazität mehr verfügt, um den Motor zu starten, muss sie aufgeladen oder ersetzt werden. Heimwerker.de zeigt Ihnen, wie Sie Ihre Batterie warten, überprüfen und bei Bedarf sicher wechseln können.
Allgemeines zur Autobatterie

Die Autobatterie wird bei laufendem Motor über den Generator (Lichtmaschine) geladen. Dabei sorgt ein Laderegler für die richtige Ladespannung. Beim Startvorgang wird die Batterie kurzzeitig mit Entladeströmen von bis zu 1000 Ampere beansprucht.

Besonders im Winter ist es wichtig, dass diese Leistung auch bei niedrigen Temperaturen abgerufen werden kann, weshalb Starterbatterien einen sehr geringen Innenwiderstand besitzen. Leider steigt dieser Innenwiderstand bei sinkender Temperatur. Daher kommt es besonders im Winter zu vielen Ausfällen, was aber eher seltener ein Defekt sein muss.

Im Winterbetrieb wird häufiger das Gebläse genutzt, um die Scheiben von Eis zu befreien, die Sitzheizung soll zusätzlich wärmen und mehr Fahrten mit Licht sorgen für weniger Aufladung der Autobatterie. Die Starterbatterie wird daher gerade im Winter stark belastet und mitunter zu wenig geladen – es kommt zu Ausfällen. Im Sommerbetrieb startet der Motor durch eine wärmere Umgebungstemperatur leichter und durch längere Tagphasen wird weniger Licht benötigt – optimale Bedingungen, unter denen die Autobatterie wenig belastet wird. Kommt es dennoch zu Ausfällen, liegt in vielen Fällen ein Defekt der Starterbatterie oder in der Autoelektrik vor.
Aufbau und Batterietypen

Starterbatterien setzen sich in der Regel aus einzelnen Akkumulatorzellen zusammen, welche in Reihe geschaltet eine Batterie ergeben. Diese Zellen sind im Batterieblockgehäuse aus Polypropylen durch Trennwände voneinander getrennt. Dabei addieren sich die Nennspannungen von 2,12 bis 2,4 V pro Zelle. Um nun eine Batterie mit 12 V zu erreichen, benötigt man 6 solcher Zellen in Reihenschaltung. Die eigentliche Leerlaufspannung bei voll geladener Batterie ist dann bei 13,8 Volt erreicht.

Jede Zelle besteht aus einem positiven und einem negativen Bleiplattensatz (Bleigitter und aktive Masse) und aus mikroporösem Material zwischen den Platten verschiedener Polarität. Die Zwischenräume beansprucht ein Elektrolyt, das in diesem Fall verdünnte Schwefelsäure ist. Dieses kann in unterschiedlichen Zuständen vorliegen.

1. Flüssigbatterie (Elektrolyt ist flüssig in der Batterie enthalten)
2. Vliesbatterie (Elektrolyt ist in einer Glasfasermatte enthalten)
3. Gelbatterie (Elektrolyt ist in einer Gelmasse enthalten)

Die drei verschiedenen Typen arbeiten mit demselben elektrochemischen Prozess, jedoch ist der Elektrolyt bei der Vlies- und der Gelbatterie auslaufsicher in einer Glasfasermatte bzw. einem zähflüssigen Gel enthalten. Im Gegensatz zur klassischen Flüssigbatterie sind diese Typen wartungsfrei, jedoch auch deutlich teurer.
Starthilfekabel richtig verwenden

Sollte es nun dazu kommen, dass die Starterbatterie entladen ist, können Sie zunächst versuchen, ihre Funktion durch die Hilfe einer Fremdbatterie zu ersetzen. Mit zwei Starthilfekabeln, einem hilfsbereiten Autofahrer mit laufendem Wagen und dem nötigen Know-How bekommen Sie Ihr Fahrzeug schnell wieder zum Laufen.

Fachmännisches Überbrücken einer Autobatterie – so empfiehlt es der ADAC:

Zündung und alle Stromverbraucher bei beiden Fahrzeugen ausschalten.
Mit dem roten Starthilfekabel die Pluspole der beiden Batterien verbinden.
Ein Ende des schwarzen Kabels am Minuspol der Spenderbatterie befestigen.
Das freie Ende des schwarzen Kabels mit einem Massepunkt des Pannenautos verbinden (z. B. ein Metallteil im Motorraum oder der Motorblock selbst). Wichtig: Das Kabelende darf nicht direkt am Minuspol der Empfängerbatterie angeschlossen werden!
Aufpassen, dass die Kabel nicht in den Bereich des Kühlerventilators oder des Keilriemens gelangen können.
Den Motor des Spenderfahrzeugs starten.
Danach das Pannenfahrzeug starten und den Motor laufen lassen.
Vor dem Abklemmen des Minuskabels sollte am liegen gebliebenen Fahrzeug ein großer Stromverbraucher (zum Beispiel heizbare Heckscheibe oder Scheinwerfer) eingeschaltet werden. So werden Spannungsspitzen in der Bordelektrik vermieden.
Starterkabel vollständig abklemmen (erst schwarz/minus, dann rot/plus). Nach dem erfolgreichen Startversuch sollten Sie möglichst eine längere Stecke fahren, da sich der Akku so am besten füllt.
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